Tipps und Tricks zur Overlock

Die Naht ist komisch, was läuft Falsch?


Zu Beginn kann es recht schwierig sein die richtigen Einstellungen für die Overlock zu finden. Näht daher immer eine Test-Naht vor bevor ihr versehentlich euer neues Meisterwerk unnötig beschädigt.

Hier eine kleine Tabelle zur Hilfestellung mit Beispielen:

Hier ist entweder der Faden des Obergreifers zu streng und / oder der Faden des Untergreifers zu lose.
Also muss die Spannung für den Obergreifer der Overlock runter und/oder die Spannung für den Untergreifer erhöht werden.


Wenn eure Overlock solche Nähte produziert ist es so, dass die Spannung des Obergreifers zu lose ist und/oder die Spannung des Untergreifers zu streng. Also das komplette Gegenteil von Oben ;-)
Wenn eure Naht auf der schönen Seite des Stoffes durchscheint und ihr einen ungewollten Flatlock habt liegt es an der zu geringen Spannung der linken Nadel. Erhöht diese so lange an euer Overlock, bis das Ergebnis gut aussieht. 
Wenn die Schlaufen von der rechten Nadel hervorstehen dann ist die Spannung dieser Nadel zu gering. Herhöht sie und alles ist wie es soll.
Wenn die Naht an den Rändern übersteht, dann sind entweder Ober- und Untergreifer zu lose oder ihr habt nicht richtig am Rand genäht. Lasst die Overlock immer noch ein wenig vom Stoff versäubern (abschneiden), dann seit ihr auf der sicheren Seite.


Geht immer noch nicht?

Überprüft mal, ob alle Fäden zwischen den Spannungsscheiben liegen. Wenn nicht, kann die Spannung nicht greifen.


Ist es wirklich so wichtig eine Spezialnadel zu werden?

Ja, leider schon. Ich wollte mir das Geld auch erst sparen. Aber das ist ein Grund für schlechte Nähte, genauso wie schlechtes Garn. Achtet bei eurer Ausrüstung IMMER auf Qualität. Billige Nadeln können unter Umständen brechen und euch verletzen.

Hilfe! Meine naht ist total wellig! Ich wollte doch gar keine Gardine...

Mit einer Overlock lassen sich schnell Wellen produzieren, vor Allem dann, wenn man einen sehr elastischen und einen festeren Stoff zusammennäht. Das könnt ihr mit dem Differentialtransport  euer Maschine leicht verhindern (wenn Sie einen hat). Je unterschiedlicher die Stoffe sind desto höher stellt man den Transport der Overlock ein. Für meine bisherigen Projekte habe ich immer zwischen 1 / 1,25 und 1,5 genäht.

Muss ich wirklich immer 4 oder 3 Rollen neues Garn kaufen, wenn ich einen Stoff in einer anderen Farbe vernähen möchte?


Nein, der einzige Faden, den man von Außen eventuell zu sehen bekommt ist der der linken Nadel. Und dafür braucht ihr auch nicht unbedingt Overlock-Garn ihr könnt ganz normales Garn dafür verwenden. Steckt es dazu einfach an die Stelle der Kone und Fädelt es in die Maschine ein.

Overlock einfädeln ist furchtbar!

Ja, stimmt. Es geht wenn man sich dran gewöhnt hat. ABER, es gibt da einen kleinen Trick!

Schneidet jeweils den Faden an der alten Kone ab, knotet den neuen dran und zieht es durch die Maschine. Dazu müsst ihr allerdings die Spannung herunterstellen, oder wenn ihr habt, den Knopf zum öffnen der Teller betätigen.
Und bitte niemals die Knoten beim Nähen durch die Nadeln laufen lassen! Wenn dann von Hand! Sonst kann die Nadel brechen!

Aber das kostet doch so viel Garn! Ja Kostet ... nein. Ein Meter Garn kostet umgerechnet 0,0001 Cent. Die Nerven, die ihr am Anfang spart sollten euch den Preis von 0,0004 Cent wert sein ;-)

Wie verriegele ich eine Overlock-Naht?

Das ist einfacher, als es sich anhört. Dazu näht ihr den Stoff bis zum Ende, exakt bis zum Ende.





Hebt dass Füßchen und nehmt den Stoff und dreht ihn um, so dass der verkehrt herum in der Overlock liegt. Die Nadel sollte dazu oben sein.



Jetzt könnt von Ende an beginnend einige Zentimeter über die alte Naht nähen. Schon ist die Naht verriegelt!

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